5× mehr Datenpower: AT launcht neue 3D-High-Performance-Kamera
Fünfmal mehr Datendurchsatz, fünfmal schnellere 3D-Scans und Laser-Link-Connector: Mit der neuen C7-Triangulationskamera setzt AT Sensors einen klaren technologischen Meilenstein in der industriellen 3D-Messtechnik. Als erstes Produkt der neu entwickelten C7-Serie ist die Kamera mit einer NBASE-T-Schnittstelle mit bis zu 5 Gigabit/s ausgestattet. Sie verfügt über eine Auflösung von 3072 Pixeln pro Profil und adressiert damit gezielt datenintensive hochaufgelöste Inline-Applikationen, bei denen herkömmliche 1-GigE-Interfaces bislang den limitierenden Faktor darstellten.
Der interne Bildsensor selbst wird dabei nicht schneller betrieben, der entscheidende Fortschritt liegt in der Datenübertragung: Die deutlich erhöhte Bandbreite ermöglicht es, bis zu fünfmal mehr Features parallel zu übertragen oder bestehende Features fünfmal schneller auszulesen. Dadurch lassen sich erstmals mehrere Datentypen wie 3D-Profildaten, Intensitäts-, Reflectance- oder Scatter-Informationen gleichzeitig und ohne Qualitätsverlust ausgeben. Das sorgt für einen klaren Performancegewinn in Produktionsprozessen mit hohen Taktzahlen und überwindet den bisherigen Flaschenhals in der Datenpipeline.
In Kombination mit der AT-eigenen WARP-Technologie, einer On-Sensor-Datenverarbeitung, bei der Messdaten bereits direkt im Bildsensor parallel verarbeitet und vorselektiert werden, erreicht die neue Kamera Profilgeschwindigkeiten von bis zu 95 kHz. Und zwar bei einer nutzbaren Regionhöhe von 50 Zeilen, was einer typischen Messaufgabe entspricht. Damit ist sie deutlich schneller als herkömmliche Sensoren, deren Maximalgeschwindigkeit häufig nur bei 32 kHz liegt.
Ein weiteres zentrales Highlight ist die neue, direkte Laseranbindung, die eine intelligente Kommunikation zwischen Kamera und Laserlinienprojektor ermöglicht. Über den integrierten Laser-Link-Connector erfolgen Intensitäts- und Pulssteuerung vollständig über das GenICam-Protokoll der Kamera, inklusive direkter Kommunikation mit dem Lasercontroller. Das reduziert externe Komponenten, vereinfacht die Systemarchitektur und macht die Integration für OEMs und Integratoren deutlich effizienter und robuster. Gleichzeitig bleibt die neue C7-Kamera kompatibel mit bestehenden AT-Serien, sodass sich aktuelle Installationen problemlos erweitern oder migrieren lassen.
Parallel dazu verfügt die neue Kamera über einen Objektivanschluss des Typs TFL-Mount, der durch den größeren Durchmesser in Kombination mit TFL-Objektiven Vignettierungen an den Bildrändern verhindert und damit insbesondere bei hochauflösenden Anwendungen klare Vorteile bietet. Zum Lieferumfang der Kamera gehört auch ein C-Mount-Adapter, sodass Anwender maximale Flexibilität bei der Optikauswahl behalten. Optional ist die Kamera zudem mit einem integrierten Scheimpflug-Adapter in unterschiedlichen Winkeln erhältlich, wodurch die komplette Lichtschnittebene selbst bei anspruchsvollen Messgeometrien oder großen Höhenmessbereichen durchgängig scharf auf dem Bildsensor abgebildet wird. Für Anwendungen in rauen Industrieumgebungen mit Staub und Feuchtigkeit ist zusätzlich ein Lens-Protection-Tubus erhältlich, der sicherstellt, dass Kamera und Optik gemeinsam IP67-konform bleiben.

Typische Einsatzfelder der neuen C7-3D-Kamera finden sich überall dort, wo hohe Datenvolumen, parallele Feature-Ausgaben und stabile Messergebnisse gefragt sind, wie etwa in der Elektronikfertigung, im Advanced Packaging der Halbleiterindustrie, in leistungsstarken Inline-Inspektionsprozessen wie die Drahtprüfung in der Stahlindustrie sowie bei Road-Scanning- und Rail-Inspection-Applikationen.
Die drei größten Benefits der neuen C7-Kamera:
- 5× höherer Datendurchsatz (bis zu 5 Gbit/s) für parallele Feature-Übertragung oder deutlich schnellere Scans
- Maximale Integrationsfreiheit durch TFL- und C-Mount, optionaler Scheimpflug-Adapter und IP67-Option mit Objektivschutz
- Vereinfachte Laserintegration dank direkter Anbindung und vollständiger Lasersteuerung über das GenICam-Interface