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Netzwerkrichtlinie

In diesem Kapitel möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über wichtige Netzwerkparameter und die empfohlenen Netzwerkarchitekturen geben.

Grundlegende Netzwerkparameter

Bandbreite

Die Bandbreite bezeichnet die maximale Datenmenge, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums über eine Netzwerkverbindung übertragen werden kann. Sie wird häufig in Bit pro Sekunde (bps) gemessen. Eine höhere Bandbreite ermöglicht eine schnellere Datenübertragung.

Paketgröße

Die Paketgröße bezieht sich auf die Datenmenge, die in einem einzelnen Datenpaket übertragen wird. Die Daten werden zur Übertragung in Pakete aufgeteilt, wobei die Größe eines Pakets je nach Protokoll variieren kann. Größere Pakete können für die Übertragung großer Datenmengen effizienter sein, während kleinere Pakete in Situationen mit hoher Latenz von Vorteil sein können.
Tipp
Die Bandbreite beeinflusst die Übertragungsqualität der Kamera. Die Verwendung von Jumbo-Frames kann die Effizienz im Vergleich zu Standard-Ethernet-Paketen steigern, erfordert jedoch eine entsprechende Netzwerkkonfiguration.

Überkopf

Der Overhead bezeichnet zusätzliche Daten oder Ressourcen, die für die Verwaltung und Steuerung des Netzwerks erforderlich sind, aber nicht direkt zur Nutzlast beitragen. Dazu können Protokollinformationen, Fehlerkorrekturen oder andere Steuerungsinformationen gehören. Ein höherer Overhead kann die effektive Bandbreite verringern.

Durchsatz

Der Durchsatz ist die tatsächliche Datenmenge, die über eine Netzwerkverbindung erfolgreich übertragen werden kann. Dabei werden die Auswirkungen von Overhead, Latenz und anderen Faktoren berücksichtigt. Der Durchsatz wird häufig in denselben Einheiten gemessen wie die Bandbreite, beispielsweise in Bit pro Sekunde. Es ist wichtig zu beachten, dass der Durchsatz aufgrund von Netzwerkverzögerungen, Kollisionen, Overhead und anderen Faktoren in der Regel geringer ist als die nominelle Bandbreite.

Übersicht über Netzwerkarchitekturen

Direkte Kamera – Netzwerkkarte (empfohlen)

In diesem Fall wird die Kamera über ein GigE-Vision-Kabeldirektaneine Netzwerkkarte (NIC) angeschlossen. Diese Konfiguration stellt die effizienteste Verbindung dar, wenn die Verbindung ausschließlich für das jeweilige Gerät vorgesehen ist, wodurch sichergestellt wird, dass die gesamte Bandbreite der Kamera zugewiesen wird. Solange die Netzwerkkarte ordnungsgemäß auf Vollduplex-Modus eingestellt ist, laufen die Ethernet-Daten ohne Kollisionen.

Es kann jedoch dennoch zu einer Kollision kommen, wenn die Kameras um die Ressourcen des Hosts konkurrieren. In diesem Fall ist der Host möglicherweise nicht in der Lage, die eingehenden Daten zu verarbeiten, wenn alle Kameras gleichzeitig Daten senden, was zu Paketverlusten führen kann.

Einen Überblick über die empfohlenen Netzwerkkarteneinstellungen finden Sie im Kapitel„Netzwerkeinstellungen“.

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Tipp

Dies ist die Netzwerkarchitektur, die wir für unsere AT sensors -Kameras empfehlen.


Mehrere Kameras über einen oder mehrere Switches

Der Einsatz mehrerer Kameras über einen oder mehrere spezielle Switches bedeutet, dass die Kameras – oder auch nur eine einzelne Kamera – nicht direkt an den Host angeschlossen werden, sondern über einen Switch. Das gesamte Netzwerk dient jedoch ausschließlich der Bildaufnahme. In komplexeren Konfigurationen können verschiedene Switches und mehrere Hosts zum Einsatz kommen. Diese Switches ermöglichen den Anschluss mehrerer Kameras an den Host-PC und können die Entfernung zwischen Kamera und Host vergrößern.

In diesem Szenario nutzen die Kameras gemeinsame Netzwerksegmente und den Switch selbst. Sie konkurrieren nicht nur um Host-Ressourcen, sondern auch um Ethernet-Bandbreite und Switch-Ressourcen. Die Einführung zusätzlicher Netzwerkkomponenten erhöht die Systemlatenz und den Jitter. Bei der Auswahl eines Switch-Modells ist eine sorgfältige Abwägung erforderlich, um sicherzustellen, dass es keine unerwünschten Einschränkungen für die gesamte Systemkonfiguration mit sich bringt.

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Gemeinsames Netzwerk für allgemeine Zwecke

In diesem Szenario teilt sich die Bildverarbeitungskamera das Netzwerk mit dem Internet, dem Büro oder anderen Datenverkehrstypen. Im Allgemeinen ist diese Konfiguration für Applikationen nicht ideal Applikationen  wird nicht empfohlen, da der vorhandene vielfältige Netzwerkverkehr die Bildaufnahmeleistung erheblich beeinträchtigen kann. Es ist ratsam, diese Konfiguration nur bei Applikationen mit geringen Anforderungen in Betracht zu ziehen, Applikationen ein dediziertes Netzwerksegment entweder ungeeignet oder nicht realisierbar ist.

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Tipp

Bei der Auswahl von Netzwerkkarten und Switches müssen die Anforderungen der Kamera berücksichtigt werden. Zu den wichtigsten Konfigurationseinstellungen gehören Jumbo-Frames und Flusskontrolle, um eine optimale Leistung zu gewährleisten.

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