Netzwerkrichtlinie
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Grundlegende Netzwerkparameter
Bandbreite
Paketgröße
Überkopf
Durchsatz
Übersicht über Netzwerkarchitekturen
Direkte Kamera – Netzwerkkarte (empfohlen)
In diesem Fall wird die Kamera über ein GigE-Vision-Kabeldirektaneine Netzwerkkarte (NIC) angeschlossen. Diese Konfiguration stellt die effizienteste Verbindung dar, wenn die Verbindung ausschließlich für das jeweilige Gerät vorgesehen ist, wodurch sichergestellt wird, dass die gesamte Bandbreite der Kamera zugewiesen wird. Solange die Netzwerkkarte ordnungsgemäß auf Vollduplex-Modus eingestellt ist, laufen die Ethernet-Daten ohne Kollisionen.
Es kann jedoch dennoch zu einer Kollision kommen, wenn die Kameras um die Ressourcen des Hosts konkurrieren. In diesem Fall ist der Host möglicherweise nicht in der Lage, die eingehenden Daten zu verarbeiten, wenn alle Kameras gleichzeitig Daten senden, was zu Paketverlusten führen kann.
Einen Überblick über die empfohlenen Netzwerkkarteneinstellungen finden Sie im Kapitel„Netzwerkeinstellungen“.

Dies ist die Netzwerkarchitektur, die wir für unsere AT sensors -Kameras empfehlen.
Mehrere Kameras über einen oder mehrere Switches
Der Einsatz mehrerer Kameras über einen oder mehrere spezielle Switches bedeutet, dass die Kameras – oder auch nur eine einzelne Kamera – nicht direkt an den Host angeschlossen werden, sondern über einen Switch. Das gesamte Netzwerk dient jedoch ausschließlich der Bildaufnahme. In komplexeren Konfigurationen können verschiedene Switches und mehrere Hosts zum Einsatz kommen. Diese Switches ermöglichen den Anschluss mehrerer Kameras an den Host-PC und können die Entfernung zwischen Kamera und Host vergrößern.
In diesem Szenario nutzen die Kameras gemeinsame Netzwerksegmente und den Switch selbst. Sie konkurrieren nicht nur um Host-Ressourcen, sondern auch um Ethernet-Bandbreite und Switch-Ressourcen. Die Einführung zusätzlicher Netzwerkkomponenten erhöht die Systemlatenz und den Jitter. Bei der Auswahl eines Switch-Modells ist eine sorgfältige Abwägung erforderlich, um sicherzustellen, dass es keine unerwünschten Einschränkungen für die gesamte Systemkonfiguration mit sich bringt.

Gemeinsames Netzwerk für allgemeine Zwecke
In diesem Szenario teilt sich die Bildverarbeitungskamera das Netzwerk mit dem Internet, dem Büro oder anderen Datenverkehrstypen. Im Allgemeinen ist diese Konfiguration für Applikationen nicht ideal Applikationen wird nicht empfohlen, da der vorhandene vielfältige Netzwerkverkehr die Bildaufnahmeleistung erheblich beeinträchtigen kann. Es ist ratsam, diese Konfiguration nur bei Applikationen mit geringen Anforderungen in Betracht zu ziehen, Applikationen ein dediziertes Netzwerksegment entweder ungeeignet oder nicht realisierbar ist.

Bei der Auswahl von Netzwerkkarten und Switches müssen die Anforderungen der Kamera berücksichtigt werden. Zu den wichtigsten Konfigurationseinstellungen gehören Jumbo-Frames und Flusskontrolle, um eine optimale Leistung zu gewährleisten.
Warum wird davon abgeraten, einen Netzwerk-Switch zu verwenden?
Nachdem die Kamera ein Bild aufgenommen hat, werden die Daten an das Netzwerk übertragen. Die Pakete durchlaufen das Netzwerk in Richtung des Host-PCs. Beim Durchlaufen eines Switches kann es zu vorübergehenden Blockaden kommen, wenn der Switch beispielsweise gerade mit der Verarbeitung von Paketen anderer Kameras beschäftigt ist. Ist der Switch mit eingehenden Daten überlastet,kann eszuPaketverlusten kommen.
Sobald die Pakete die Netzwerkkarte des Hosts erreichen, werden sie gesammelt und melden das Vorhandensein neuer Daten über Interrupts. Die Daten werden dann entweder von einem Standard-Netzwerkstack des Betriebssystems oder einem speziellen (Filter-)Treiber verarbeitet und schließlich an den Zielpuffer weitergeleitet. Wenn der Host stark ausgelastet ist und die ankommende Datenrate nicht bewältigen kann, besteht erneut die Gefahr, dass Pakete verloren gehen.




